Online-Shop der Bayreuther Festspiele öffnet nochmal am 25. Juni.

Ticket-Shop öffnet wieder im Juni

Der Ticket-Shop der Bayreuther Festspiele wird noch einmal geöffnet. Am 25. Juni kommen Karten, die nicht bezahlt sind, zurückgenommen wurden (selten) oder Rückläufer aus diversen Kontingenten in den nächsten Online-Verkauf. Das sagt Peter Emmerich, Sprecher der Bayreuther Festspiele, gegenüber festspieleblog.de

9000 vor dem Ticket-Shop

Tag eins nach dem Online-Verkaufstag: Zufriedenheit herrscht auf dem Festspielhügel in Bayreuth. Die 11 000 Tickets, die am 31. Januar im Internet im Angebot waren, sind weg. Waren am Montagvormittag noch vereinzelte Ring-Karten (teure Kategorie) zu bekommen, war am Mittag der Ticket-Shop wieder dicht. Und das bleibt er jetzt auch, so Emmerich.

Als am Sonntag um 14 Uhr der Ticket-Shop unter www.bayreuther-festspiele.de öffnete, standen über 9000 Menschen in der Schlange, weiß Pressesprecher Emmerich. Bewährt hatte sich da im vergangenen Jahr schon, dass nur eine gewisse Zahl von Käufern in den Laden durften und zehn Minuten Zeit zur Auswahl hatten, bevor die nächsten Kunden eingelassen wurden.

Keine nennenswerten Zwischenfälle

Die Techniker von TMT, dem beauftragten Online-Dienstleister, regelten je nach Andrang den Einlass, „am Anfang waren nur 50 im Shop, später konnte die Anzahl erhöht werden“, erklärt Festspiel-Sprecher Emmerich. So hielt sich virtuelles Gedränge in Grenzen. Zu „nennenswerten Störungen“ sei es nicht gekommen. Auch die Hotline, die die Bayreuther Festspiele erstmals begleitend eingerichtet hatten, wurde zwar genutzt, doch auch hier sei alles sehr gesittet abgelaufen.

Hitliste: Parisfal vor Tristan und Holländer

Innerhalb vom gut drei Stunden waren sämtliche Karten im Ticket-Shop vergriffen. Die Renner, das bestätigt auch Peter Emmerich: Parsifal, das heurige Premierenstück in der Regie von Uwe Eric Laufenberg und mit Andris Nelsons am Pult, vor Tristan und Isolde, in der Regie von Katharina Wagner und musikalischer Leitung von Christian Thielemann. Auch die Neubesetzungen mit John Lundgren als Holländer und Andreas Schager als Erik im Fliegenden Holländer (Regisseur Jan Philipp Gloger, Dirigent Axel Kober) verfehlten ihre Wirkung nicht. Die fünf Aufführungen waren ebenfalls nach gut drei Stunden ausverkauft. Restkarten gab es dann noch für den „Ring des Nibelungen“.

Die Einschätzung in Bayreuth wird offensichtlich geteilt. Auf der Facebook-Seite von festspieleblog gab es großteils zufriedene Kundenreaktionen. Klagen gab es vereinzelt über lange Wartezeiten in der Schlange. Peter Emmerich berichtet von manch veraltetem Browser oder anderen „individuellen Problemen“ der Kunden.

Großen Anklang fand übrigens die optische Darstellung vor dem Ticket-Shop. Diesmal stand die Schlange stilecht vor dem Festspielhaus. Auch der Kauf lief übersichtlich ab. Man konnte nicht nur die  Preiskategorien auswählen, sondern sich auf dem nebenstehenden Sitzplan orientieren.

Tickets kommen zum Selbstausdruck

Anders als im letzten Jahr wurden die Karten diemal sofort bezahlt. Das System prüfte die Kreditkarte oder Online-Überweisung und Minuten später waren schon Rechnung und Zahlungsbestätigung im Mailpostfach. Dennoch kann es sein, dass manche Kontonummer nicht stimmte, die Überweisung noch storniert wird, Kreditkarten ungültig werden oder platzen. Dann verschickt das Kartenbüro der Bayreuther Festspiele in den nächsten Wochen auch keine Tickets als PDF-Datei zum Selbstausdrucken.

Diese Restbestände kommen dann auch nicht mehr nach und nach in den Verkauf, sondern werden gesammelt für den nächsten Online-Verkaufstag am 25. Juni. Bis dahin werden weitere Reste gesammelt, zum Beispiel von Sponsoren, die ihre Kontingente nicht voll ausnutzen. Auch einzelne Rückgaben werden dann wieder im Shop angeboten.

Rückgabe nicht vorgesehen

Ansonsten ist eine Rückgabe nicht vorgesehen, „nur in absoluten Ausnahmefällen. Das wird jeweils im Einzelnen geprüft“, erklärt Peter Emmerich. Die Bayreuther Festspiele nehmen Karten nur „bei sehr triftigen Gründen zurück“.

Übrigens geht der Kampf gegen den Schwarzmarkt weiter. Wer seine Karten zum normalen Preis weiterverkauft, dürfe das tun, bestätigt Emmerich. Wer sie allerdings gegen Höchstgebot verschachert und dabei ein gutes Geschäft machen will, kann sich Ärger einhandeln.

Vorsicht bei Auktionen

„Der Handel bei einer Auktion wird geahndet“, sagt Peter Emmerich. Das sieht so aus, dass die Festspiele ein Abmahnverfahren einleiten, dem „Händler“ droht dann nicht nur der Entzug der Karten, sondern obendrein eine saftige Rechnung vom Anwalt. Das sei in den vergangenen Jahren schon so durchgezogen worden, betont Emmerich, dass es sich nicht um eine bloße Drohung handelt. Das Verkaufsverbot sei übrigens auch Teil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen.


Mehr über die Details des Online-Verkaufs

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