Klaus Florian Vogt als Lohengrin. © Enrico Nawrath, Bayreuther Festspiele

Auf die Arbeit mit Meese gefreut

Klaus Florian Vogt als Lohengrin. © Enrico Nawrath, Bayreuther Festspiele

Nach der Premiere des “Lohengrin” in dieser Saison tobte das Publikum im Festspielhaus vor Begeisterung. Klaus Florian Vogt wurde bejubelt und gefeiert in dieser Rolle, die er in diesem Jahr zum letzten Mal bei den Bayreuther Festspielen singt. Nächstes Jahr kommt der Startenor als “Parsifal” wieder. Und findet es eigentlich schade, dass Jonathan Meese doch nicht Regie führt. “Ich fand ihn ganz sympathisch”, sagt Vogt im Gespräch mit festspieleblog.de

festspieleblog.de: Letztes Jahr waren Sie im Interview mit uns zum Thema Parsifal sehr gelassen: „Ich bin jemand, der etwas auf sich zukommen lässt. Was bringt mir das, wenn ich mir vorher schon das oder jenes zurechtlege und dann kommt doch alles ganz anders?“, sagten Sie damals. Hatten Sie eine Vorahnung, dass Jonathan Meese doch nicht inszenieren wird?

Klaus Florian Vogt: Eine Vorahnung? Ja, vielleicht (lacht). Aber eigentlich fand ich’s schade. Ich habe Herrn Meese letzten Sommer kennengelernt und fand ihn sehr sympathisch, sodass ich mich auf die Arbeit mit ihm gefreut habe. Es wäre sicher spannend gewesen. Aber es ist, wie es ist. Und ich kenne ja Uwe Eric Laufenberg (übernimmt nun die Regie von Parsifal, Anm.) seit langem und freue mich nun auf diese Arbeit sehr.

Hatten Sie schon Kontakt mit dem neuen Regisseur?
Ja, ich habe bei den Maifestspielen in Wiesbaden (Laufenberg ist Intendant des Staatstheaters Wiesbaden Anm.) gesungen und da haben wir uns zusammengesetzt und über den Parsifal gesprochen. Ich denke, das wird eine schöne Sache.

Kommen wir zum Lohengrin in der letzten Saison. Wie läuft’s?
Sehr gut. Alle im Team sind noch sehr gut im Stoff, es läuft reibungslos. Auch Alain Altinoglu ist ein toller Dirigent.

Macht sich Wehmut breit?
Es schwingt sicher Trauer mit, dass der Lohengrin nun zu Ende sein muss. Die Inszenierung liegt uns allen sehr am Herzen. Da tut der Abschied natürlich weh. Bei mir hält sich die Wehmut in Grenzen — weil ich ja weiß, dass ich die nächsten Jahre wieder schöne, neue Aufgaben habe, 2016 als Parsifal, 2017 als Walther von Stolzing. Aber wenn ich mir vorstellen müsste, es wäre meine letzte Vorstellung…

Wie sehen Ihre Pläne nach Bayreuth aus?
Es geht weiter mit Wagner — bei der Neuinszenierung der Meistersinger von Nürnberg in der Staatsoper unter den Linden in Berlin. Ich bleibe Wagner treu.

Sie reisten nach Bayreuth immer mit dem Wohnmobil an. Auch 2015 wieder?
Nein, hier haben wir inzwischen eine Ferienwohnung. Die Familie kommt — und mit zum Teil erwachsenen Kindern wird’s fast ein bisschen eng (lacht).


Das festspieleblog.de-Interview mit Klaus Florian Vogt  über seinen Weg vom Hornisten zum gefeierten Tenor, über seine Liebe zu Wagner und seine Meinung zu Regiearbeiten, das wir in der Saison 2014 führten, finden Sie hier

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